Zusammenspiel der Elemente

Meine Keramiken sind von archaischen Themen inspiriert.
Tanz ist dabei ein zentrales Thema. Tanzende Figuren erinnern durch die erhobene Armhaltung an Orientalischen Tanz, zugleich aber auch an dessen Ursprung als Geburtstanz.

 
 

Spuren archaischer Symbole lassen Zeiten erahnen, in denen Priesterinnen stellvertretend für die Große Göttin tanzten. Sind es Metaphern (Abbildungen) der Göttin selbst, die hier in anthropomorpher (vermenschlichter) Form in Ton verewigt wurden? Manche tragen lunarsymbolische Hörner auf dem Kopf und verweisen auf die Mondgöttin. Die Mondphasen sind dabei Symbol einer räumlichen und zeitlichen Weltordnung. Sie zeigen den kosmischen Zusammenhang zwischen Mond und Menschenleben, zwischen Gestirnwandel und Daseinswandel als Gesetze des Kosmos.

Kleine Idole verweisen auf magische Rituale einer vergangenen Kultur.

Die Figur des Geparden erscheint in vielfältigen Ausführungen: flächig, als Relief und als Skulptur. Hintergrund dieser Arbeiten sind unter anderem Ausgrabungsfunde in Tempelanlagen in Anatolien(beispielsweise in Catal Hüyük, ca. 8ooo Jahre alt).

   

Auf Wandbildern und in Gestalt von Tonfiguren wurde die Verbindung zwischen Gepard und Göttin dargestellt; hier ist der Gepard ein bedeutendes Symbol für Kraft und Stärke. Später wurde die Göttin Isis auf Geparden oder Leoparden dargestellt.

'Tanzende zwischen Himmel und Erde' sind Figuren, die mit einer speziellen Schlagtechnik entstanden sind, ähnlich den Lanzen, die auch an prähistorische Felsbilder erinnern und durch ihre Form weniger den Kampf, als die Dreigliederung des archaischen Weltbildes verkörpern: Erde, Himmel, Kosmos. So schwingen sie leicht in der Luft, auf einem Stab, der symbolisch Zenit und Nadir verbindet.